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Tadschikistan


Tadschikistan (143 100 km2) ist ein nur schwer zugängliches, überwiegend unbewaldetes, schroffes Gebirgsland, in dem allein der Pamir mit seinem höchsten Berg Pik Samaniden (7495 m) - etwa die Hälfte des Territoriums einnimmt. Insgesamt umfasst das Gebirge über neun Zehntel des Landes, und nur wenige Prozent sind den äußerst fruchtbaren, dichtbesiedelten Flusstalern vorbehalten: Karfirnigan, Wachsch, Pjandsch und Amu Darja. Seit der politischen Neugliederung Zentralasiens 1929 grenzt Tadschikistan im Norden an Kirgistan, im Osten an China, im Süden an Afghanistan und im Westen an Usbekistan. Daher befinden sich jetzt Zentren wie Buchara und Samarkand, die ebenfalls mit der Geschichte und Kultur Tadschikistans eng verbunden sind, außerhalb des Territoriums.

Mit der Errichtung einer eigenen Republik Tadschikistan sollte für die Tadschikisch (Farsi) sprechende Bevölkerung Sowjet-Mittelasiens ein eigener, nicht turksprachiger (wenn auch künstlicher) Staat geschaffen werden. Heute ist Tadschikistan nach wiederholter Änderung der Verfassung (letztmalig 22.6.2003) eine Präsidialrepublik mit Zweikammerparlament: Unterhaus (63 Abgeordnete), Oberhaus (33 Mitglieder). Gewählt wird alle fünf Jahre. Amtssprache ist Tadschikisch, eine zur iranischen Gruppe gehörende Sprache. Altiranische Dialekte werden heute aber auch noch von den im Pamir lebenden Bergtadschiken gesprochen. Die Bevölkerung dieses Landes (nahezu 8 Mio.), die sich aus mehreren Nationen und Völkerschaften zusammensetzt -Tadschiken (80%), Usbeken (15%), Russen, Tataren, Kirgisen, Deutschen (weniger als 1 %) u.a. – verteilt sich äußerst ungleichmüßig über das Gebiet der Republik: im Norden sind es 50-100 Ew.km2 und mehr, im Pamir z.T. weniger als 2Ew.km2. Der größte Teil der Bevölkerung lebt in ländlichen Gegenden, in Siedlungen, die im Flachland meist 200-700 Gehöfte umfassen, im Gebirge jedoch nur 15-20.

Bei der gegebenen Landesnatur, aber auch aufgrund der sich verändernden Infrastruktur als Folge der kriegerischen Auseinandersetzungen Anfang der 1990er-Jahre steht Tadschikistan vor große  wirtschaftlichen Problemen und ist auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Zu den wichtigsten Industriezweigen gehören: Textilindustrie (Baumwolle, Seide), Aluminiumerzeugung und-verarbeitung, chemische Industrie, Bergbau (Silber, Uran). Wenn auch zur Zeit der größere Anteil (etwa zwei Drittel) der industriellen Produktion noch auf die Leichtindustrie entfallt. konnte sich dieses Verhältnis nach Errichtung von weiteren Wasserkraftwerken mehr zugunsten der Großindustrie (Aluminium, Stickstoffdünger) verschieben.

Zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Produkten gehören Getreide, Baumwolle, Gemüse und Obst. Berühmt sind vor allem die getrockneten Aprikosen (mit Stein urjuk und ohne Stein kuraga) und die kleinen kernlosen Weintrauben (kischmisch). Wein wird in Tadschikistan schon seit Menschengedenken angebaut, aber auch der Seidenbau hat hier eine tausendjährige Tradition. Intensives Sonnenlicht über Monate hinaus und ein dichtes Netz von Bewässerungskanälen ermöglichen auch den Anbau von subtropischen Kulturen. In den Hochgebirgszonen ist jedoch die Viehzucht (Karakulschafe, Jak) der wichtigste Landwirtschaftszweig. Aber auch im Bereich von Wissenschaft und Bildung haben die Tadschiken Beachtliches geleistet. Hier entstanden unter der Regie der Akademie der Wissenschaften 18 Forschungsinstitute, und an den Hoch- und Fachschulen des Landes studieren einige Zehntausend - nicht nur junge - Studenten. Ihrer große  Tradition verpflichtet, pflegen die Tadschiken Dichtkunst, Tanz und Gesang. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die Werke der alten Vokalmusik, die einstimmigen, meist aus zwei Teilen bestehenden Tanzlieder (makomy), die einen vergessen lassen keinen, dass sich die Welt der Tadschiken gründlich verändert hat.

Nach Tadschikistan gelangt man auf dem Luftweg, mit der Bahn - über eine Nebenstrecke der Transkaspischen Eisenbahn - oder mit dem Auto. Besonders letzteres ist sehr empfehlenswert, führt doch die Straße gleich über drei höhe Gebirgsketten. Zuerst ist im Norden der Scharestan-Pass im Turkestan-Gebirge zu überwinden, dann geht es durch eine Schlucht weiter über das Sarafschan-Gebirge und schließlich zum Ansob-Pass in der Hissar-Kette, bis die Straße in die Warsob-Schlucht einmündet und den Weg nach Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans, freigibt.

Reisetips: Obwohl das Straßennetz von Tadschikistan ganz ordentlich ist, dürften Fahrten mit Bus/PKW, vornehmlich im Winter, Probleme bereiten. Flugverbindungen gibt es zwischen der Hauptstadt Duschanbe nach Chorog (Berg-Badachschan), sowie nach Chodschand (Ferghana-Gebiet). Pendschikent hingegen erreicht man am einfachsten von Samarkand aus. (Reisepass/Visum erforderlich!) Tadschikistan erweist sich in zunehmendem Maße als eine besonders gute Adresse für Bergsteiger und -wanderer.